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22/12/2011 | TORBAU: So bewältigen Sie Steigungen
Damit Tore in steigenden Einfahrten funktionieren, müssen Planer und Installateure auf einige knifflige Details achten. Der Beitrag schildert, worauf es ankommt.
Text: Stefanie Manger
Grundsätzlich lassen sich kraftbetätigte Tore bei Gefällen bis fünf Prozent problemlos installieren. Darüber hinaus fallen die Aussagen der Antriebshersteller ganz unterschiedlich aus. Die einen nennen als Grenze sieben Prozent Gefälle, andere zehn Prozent. Wer sucht, kann durchaus Anbieter finden, die für jegliche Steigung eine Lösung finden. Es heißt dann: „Ist alles eine Frage des Geldes.“ Ditec beispielsweise stellt Antriebe für Drehtore her, die eine Flügellänge bis maximal fünf Meter haben und in eine Einfahrt eingebaut werden sollen, die bis zehn Prozent ansteigt. Dies berichtet Carsten Müller, Vertriebsleiter bei Ditec in Oberursel. Er setzt hinzu: «Welche Steigung sich genau meistern lässt, hängt von der Größe des Tores, dem Torgewicht, dem Widerstand gegen Windlast und der Nutzungsintensität ab.» Auch die Risiken von steigenden Schiebetoren lassen sich bei sorgfältiger Planung in den Griff bekommen. «Kraftbetätigte Schiebetore sind für ein Gefälle bis zu 15 Prozent geeignet», informiert Müller und betont «Torgewicht und Öffnungs-Frequenz müssen dann exakt auf die örtlichen Voraussetzungen abgestimmt werden.» Ditec fertigt Schiebetorantriebe für Torgewichte bis 3000 Kilogramm. Was die Steigung betrifft, ist Installateur Stefan Görke bislang an keine Grenze gestoßen. «Die maximale Steigung für ein Tor im Gefälle betrug 22 Prozent», berichtet der Unternehmer aus Schimberg.
Achten Sie auf das Gewicht
Der neuralgische Punkt bei steigenden Toren sind die Kräfte, die beim Öffnen und Schließen des Tores den Werten der Sicherheitsnormen entsprechen müssen. lm Vergleich zum Tor, das auf gerader Fläche steht, müssen steigende Tore beim Schließen stärker abgebremst werden. Bei Dreh- und Schiebetoren leisten dies meist ölhydraulische Radialdämpfer. «Diese werden in verschiedener Stärke und Anzahl an die Toranlage angebaut», erklärt Müller. Damit das Tor trotz Gefälle möglichst schnell öffnet, sollte der Antrieb stärker sein, als dies bei gerader Fläche für das gleiche Tor notwendig wäre. lndustrieantriebe sind im Gefälle vorteilhafter, vielfach weisen die Hersteller ihre Antriebe für steigende Tore speziell als solche aus. Die Mehrkosten beziffert Müller für kleine und mittlere Schiebetore auf rund 500 Euro. «Wesentliches Kriterium für den Mehrpreis steigender Tore ist ihr Gewicht.» Auch der Experte des Sektors Görke empfiehlt, auf das Gewicht der Tore zu achten. «Eine geringere Masse des Tores ist im Falle einer steigenden Einfahrt von Vorteil.» Aluminiumtore beispielsweise sind im Vergleich zu vollflächigen Toren vorteilhafter.
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Prüfen Sie Betriebskräfte und Absturzsicherheit
Mehrkosten bei steigenden Toren beschert vor allem der zusätzliche konstruktive Aufwand. Dieser fällt jedoch von Toranlage zu Toranlage ganz unterschiedlich aus. Den Mehraufwand für die Montage des Antriebs hält Görke für unerheblich. «lst der Hebebeschlag konstruiert, liegen die notwendigen geometrischen Größen für den Anschlag des Antriebes vor. » Bei der Wahl des Antriebs rät Görke zu einem Hersteller «dessen Service über Prospektmaterial und Montageanleitung hinausgeht». Da bei Toren in steigendem Gelände der Ausfall des Antriebs noch verheerendere Folgen haben kann als bei kraftbetätigten Toren in der Ebene, müssen vor lnbetriebnahme unbedingt die Betriebskräfte und die Absturzsicherheit der Toranlage geprüft und dokumentiert werden. Zudem sollte der Installateur bei Übergabe und Einweisung des Betreibers sicherstellen, dass dieser nach Vorschrift eine regelmäßige Wartung beauftragt. «Eines der größten Risiken ist eine zu ungenaue, seltene oder gar fehlende Wartung und Sicherheitsprüfung», konstatiert Görke.
Fazit: Denken Sie an die Nachlaufwege
lnstallieren die Installateure automatische Dreh- und Schiebetore im Gefälle, müssen Handwerk und Technik exakt aufeinander abgestimmt werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Sicherheitseinrichtungen. Werden diese bei steigenden Toren ausgelöst, können sich die Nachlaufwege verlängern. Ditec hat für diesen Zweck ein eigenes Sicherheitskontaktleisten-Programm «SOF» entwickelt. «Wir haben hierbei speziell auf die Reaktionszeiten und Nachlaufwege aufgrund der Kontaktleisten geachtet», so Müller.
Quelle: M&T Metallhandwerk

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